Das Clubleben   

 

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     Wir veranstalten:

 

 -  English Conversation Circles, in denen Sie unter Anleitung eines "Profis" in

    überschaubaren, leistungsgerecht, abgestuften Gruppen Ihr Englisch verbessern können,

 

 

  The Pub is open, unser englischsprachiger Clubabend, jeden Donnerstag von

     19.00 - 22.00 Uhr im Clubgebäude  Adenauerallee 7, 53111 Bonn

     (außer an Feiertagen und in den Ferien) 

     Bitte klingeln!

 

 

 

  -  von Zeit zu Zeit einen Tag der offenen Tür, bei dem Sie sich unverbindlich über den Oxford-

     Club informieren können

   

 

   gemeinsame Aktivitäten:

 

Kulturelles:

 

Konzerte, Dichterlesungen, Theater, Führungen und Besichtigungen, Diavorträge,

Vortragsveranstaltungen in deutscher und englischer Sprache

 

Gemeinschaftliches: 

 

Wanderungen, Stadtführungen im Rahmen der Oxford-Woche, die Schiffstour zu „Rhein in

Flammen“ Anfang Mai,

 

Festliches: 

 

unser Annual Dinner oder unser Sommernachts- oder Maiball und das gemeinsame

Gänseessen, 

 

Geselliges:

 

Weinproben und Barbecue, Karnevalsfèten mit meist großer englischer Beteiligung, Cream

Teas, die gemütliche Geburtstagsfeier des Clubs Ende Dezember,

 

 

        

 

        und vieles andere mehr.

 

   Wir bieten Ihnen:

    die Möglichkeit, an attraktiven Reisen mit interessanten Programmen nach Oxford und Umgebung sowie anderen Zielen teilzunehmen,

 

 einen Kreis von Menschen mit dem gemeinsamen Ziel, die Städtepartnerschaft aktiv zu fördern und zu unterstützen,  

 

 Informationen über die Partnerstadt Oxford und über die Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit Oxforder Bürgern,

  

 Gelegenheit, Ihre englischen Sprachkenntnisse anzuwenden und zu vervollkommnen,  

 

 regelmäßig die Möglichkeit, sich in englischer Sprache zu unterhalten

 

 Kontakte zu Oxforder Bürgern - im Rahmen von Begegnungsveranstaltungen sowohl in Bonn als auch in Oxford,  

 

 Hilfe bei der Beschaffung von Informationsmaterial über die Partnerstadt.

 

 interessante Veranstaltungen

        - Vorträge

        - Ausflüge/ Besichtigungen

        - Wanderungen

        - gesellige und gesellschaftliche Veranstaltungen

        - und vieles mehr

 

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Oxford Club Bonn vermittelt Austausch
   zwischen
Grundschulen in Bedfordshire und Bonn
 
 
Gegenbesuch der englischen Grundschulen aus Bedfordshire
in der Zeit vom 20.06. bis 23.06.2009
 

Empfang der englischen Gäste im Oxford Club Bonn

Besuch des Bundesgästehaus auf dem Petersberg bei Bonn

Der Oxford Club Bonn

hilft Bonner Grundschulen

neue Wege zu gehen

Dass unsere Kinder schon in der Grundschule Englisch lernen, daran haben wir uns schon gewöhnt. Partnerschaften zwischen deutschen und englischen Grundschulen sind aber eher noch die Ausnahme. Von daher sind die Kontakte, die der Oxford Club Bonn vier Bonner Grundschulen mit Grundschulen in Bedfordshire vermittelt hat, zurzeit noch etwas Besonderes.

 

Die Schulleiterinnen und Lehrerinnen der Laurentiusschule, GGS Arnold von Wied, Ennertschule und Erich-Kästner-Schule hielten sich im März 2009 in Bedfordshire / England auf, um erste Gespräche mit ihren zukünftigen englischen Partnerschulen zu führen. Am Samstag, den 20. Juni 2009 empfing der Oxford Club die englischen Partnerschulen zu ihren ersten Gegenbesuch in Bonn.

 

Erstes Planungstreffen der teilnehmenden englischen und Bonner Grundschulen in Bedfordshire im März 2009

 

Grundschulaustausch 2009 -

teilnehmende Partnerschulen

GGS Ennertschule

Kirchstr.56

53227 Bonn

www.ennertschule.de/

 

Maulden Lower

Church Road

Maulden

Beds. MK45 2AU

www.mauldenlower.co.uk/

Erich- Kästner Schule

Gemeinschaftsgrundschule der

Stadt Bonn

Karl-Barth-Str. 87

53129 Bonn

www.eks-bonn.de/ 

Priory Lower

Greyfriars

Bedford

Bedfordshire

MK40 1JD

www.priorylower.beds.sch.uk/

KGS Laurentiusschule

Meßdorfer Str. 340

53123 Bonn

 

 

 

Heathwood Lower

Heath Road

Leighton Buzzard

Bedfordshire

LU7 3AU

www.heathwoodlower.com/#

Gemeinschaftsgrundschule

Arnold von Wied

Vilicher Str. 2

53225 Bonn 

www.grundschule-arnold-von-wied.de/

 

Hockliffe Lower

Woburn Road

Hockliffe

Leighton Buzzard

Bedfordshire

LU7 9LL

www.hockliffeschool.ik.org

 

 

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Mit dem Oxford Club

auf und unter

den Dächern des  Kölner Doms

unterwegs

 

Dank der sachkundigen Führung von Herrn Markus Schroer, der seit 30 Jahren als Steinmetz der Kölner Dombauhütte angehört, war es für die Reisegruppe des Oxford-Club ein Erlebnis der besonderen Art die über 600 jährige Baugeschichte des Kölner Doms aus einer etwas anderen Perspektive zu erfahren.

Vergleichbar einem Liebhaber  der für sein edles Blech eine Garage baut, gehen die Ursprünge des Kölner Doms darauf zurück, dass am  23. Juli 1164 der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel die Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln brachte. Diese Reliquien führten um 1225 zu dem Plan, einen neuen Dom zu bauen, so wurde am 15. August 1248 nach einem Plan des Dombaumeisters Gerhard von Rile begonnen.

Bauphasen

Herr Schroer macht einen kurzen geschichtlichen Exkurs über die Entstehung dieses gigantischen  Gebäudes, bevor wir mit dem Baufahrstuhl knapp 50 m nach oben befördert wurden.

In der Entstehungsgeschichte spricht man von zwei Phasen,

Ersten Bauperiode
Mit der Fertigstellung und Weihe des Chors erfolgte am 27. September 1322, die Überführung der Reliquien der Heiligen Drei Könige. 1410 erreichte der Südturm das zweite Geschoss, bald darauf konnte die erste Glocke im hölzernen Glockenstuhl aufgehängt werden. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts ließ die Bauintensität dann zunehmend nach. Seit 1510 wurden die Arbeiten am Dom nach und nach eingestellt, die letzte Baunachricht stammt von 1528. Die herrschende Meinung sieht bereits für die Zeit nach 1530 einen weitgehenden Baustopp, auch wenn noch Geld für Ausstattung und Reparaturen geflossen ist.

Als Gründe für die Einstellung nimmt man veränderte ästhetische Vorstellungen, vor allem aber auch durch die Reformation nachlassenden Ablasshandel und geringere Pilgerzahlen an, was wiederum zu finanziellen Problemen führte.

So bestimmte über 300 Jahre hinweg der unfertige Kölner Dom die Silhouette der Stadt.

Zweite Bauperiode
Um die Wende zum 19. Jahrhundert lenkten Romantiker in ihrer Begeisterung für das Mittelalter das öffentliche Interesse erneut auf den unvollendeten Dombau, der zudem als Symbol für die deutsche Einheit in der sich verstärkenden Nationalbewegung Bedeutung erhielt. Neben anderen waren Joseph Görres und Sulpiz Boisserée die treibenden Kräfte für die Vollendung, so dass am 4. September 1842 durch den preußischen-protestantischen König Friedrich Wilhelm IV. und den Koadjutor und späteren Erzbischof Johannes von Geissel der Grundstein für den Weiterbau des Kölner Doms gelegt werden konnte.

1880 wurde der Dom nach über 600 Jahren vollendet, getreu den Plänen der Kölner Dombaumeister des Mittelalters und dem erhaltenen Fassadenplan aus der Zeit um 1280. Allerdings sind die Fassaden des Querhauses eine Schöpfung des 19. Jahrhunderts, da hiervon keine mittelalterlichen Pläne vorlagen.

Die insgesamt verbaute Steinmasse betrug ungefähr 300.000 t.

Größte Stahlkonstruktion seiner Zeit
In beeindruckender Weise erläuterte und führte uns Herr Schroer  über das solide gebaute Hohe Dach des Mittelschiffes, quasi dem Speicher des Kölner Doms.

Bis der Eiffelturm 1889 zur Weltausstellung gebaut wurde, war das Dach des Kölner Doms die größte Stahlkonstruktion der Welt. Er wurde 1860 über den Gewölben von Lang- und Querhaus errichtet und trägt bis heute das schwere Bleidach des Doms.

Das Ende des Dombaus wurde am 15. Oktober 1880 mit einem Fest gefeiert, das Wilhelm I. als Mittel zur öffentlichen Repräsentation und als identitätsstiftendes Element des neun Jahre zuvor gegründeten Reiches nutzte.

Gemessen den heutigen Baukosten bezifferte Herr Schroer die Kosten der zweiten Bauphase, mit weit über 1.000.000.000 Euro.

Erhaltung

Nach Fertigstellung des Bauwerks wurde die eigens gegründete Dombauhütte dann  geschlossen, doch 10 Jahre später musste sie ihren Betrieb wieder aufnehmen. Die witterungsbedingte Erosion gefördert durch den Beginn der Industrialisierung und den damit verbundenen  Umwelteinflüssen machte dies erforderlich.

 

Hinzu kamen Kriege die dem Gebäude große Schäden zufügten, besonders während des Zweiten Weltkrieges wurde der Dom unter anderem durch 70 Bombentreffer, welche glücklicherweise von Mitarbeitern, die  in und auf dem Dom postiert waren, sofort gelöscht werden konnten.

 

Die sogenannte 20 m hohe und mit 27.500 Ziegelsteinen aufgefüllte Kölner Domplombe, -verursacht durch eine Fliegerbombe -, schützte jahrzehntelang den Nordturm vor dem Zusammenbruch. Diese wurde anlässlich des Weltjugendtag 2005 wieder hergerichtet.

 

Heutzutage sorgen vor allem Umwelteinflüsse für die Beschädigung des Doms. Saurer Regen zerfrisst den Stein und Abgase färben ihn dunkel. Deswegen kämpfen die Dombaumeister schon seit Jahrzehnten gegen den stetigen Zerfall durch massenhaftes Ersetzen von Verzierungen. Diese Besonderheiten sind von unten natürlich nicht erkennbar. Heute werden nur noch Standard-Kreuzblumen und andere Ornamente eingesetzt. So werden die steinernen Zeitzeugen nach und nach für immer vom Kölner Dom verschwinden.

Gemäß der Tradition der mittelalterlichen Dombauhütte sind heutzutage viele Mitarbeiter verschiedener Gewerke an der Erhaltung beteiligt. Die größte Gruppe der ca. 60 Mitarbeiter bilden die Steinmetze und Bildhauer, denn die Erneuerung des verwitterten Steinwerks ist die Hauptaufgabe der Dombauhütte. Hinzu kommen Dachdecker, Gerüstbauer, Schreiner, Maler, Elektriker sowie ein Schlosser und ein Schmied. Mit der Konservierung und Restaurierung der reichen Bestände an historischen Glasmalereien des Domes sind zehn Glasrestauratoren, Glasmaler und Kunstglaser befasst. Die Pflege und Instandsetzung aller Werke der Schatzkunst sind Aufgabe einer Goldschmiedin und eines Silberschmieds.

Mit interessanten historischen wie technischen Fakten über die 11 läutbaren Glocken, besonders der St. Petersglocke, die von den Kölnern liebevoll als „Decke Pitter“ bezeichnet wird, die mit rund 24.000 kg größte freischwingende Kirchenglocke der Welt erweckte  Herr Schroer die Neugier für eine weitere mögliche Führung für die Reisegruppe des Oxford Clubs.

Da in der jüngsten Vergangenheit so manches Gebäude in Köln plötzlich verschwunden ist, sollten wir diesen Gedanken möglichst bald aufgreifen, bevor……

Peter Backes

 

 

 

 

Ein Geschmack von Irland

 

Am Donnerstag, dem 10. September fing es damit an, dass der bestellte Bus für die Fahrt zum Flughafen Düsseldorf lange auf sich

 warten ließ, wir dann in einen Stau gerieten, unser Flugzeug wegen des starken Luft­verkehrs erst mit einer Stunde Verzögerung starten durfte und Frau Daufeldt in Dublin unseren Fahrer erst nach einigem Suchen auftreiben konnte. Eines seiner ersten Worte: „You do have a busy schedule!“

D

anach lief alles wie geölt, was bei Frau Daufeldts Reiseleitung auch nicht anders zu erwarten war. Von Dublin aus ging die Fahrt gen Süden zu dem nach Einbruch der Dunkelheit erreichten Waterford, den Älteren noch bekannt durch seine Kristallerzeugnisse.

B

equemer Bus, schmale aber gute Straßen, blauer Himmel über grünem Land vor dunklen Bergen, viel gelbes Gebüsch von immer noch blühen­dem Ginster. Auffallend viel Auf­forstungen, durchweg schnell wachsende Koniferen. Anders als in England Entfernungsangaben in km und Schrifttafeln auch in Französisch und Deutsch „Achtung. Links fahren!“. In den Ortschaften aus Anlass der bevor­stehenden Volksbefragung Wer­beplakate für oder gegen den EU-Reformvertrag von Lissabon; wenn der Eindruck nicht täuscht, mehr dafür als dagegen.

U

nterwegs Bummel durch die weitläufigen und vor dem massigen Schloss terrassenartig angelegten Gärten von Powers­court (intakt) und Führung durch die Überreste der Kevin’schen Klostergründung Glendalough. Unsere fröhliche Führerin, wegen ihrer Sprachkenntnisse eigens auf uns angesetzt, unterhält uns in fließendem entzückend fehler­haften Deutsch mit englischer Aussprache. Glücklich schweift ihr Blick über die verfallenen Gebäude. „Glendalough in Abendsonne! Ein Bild das ich habe nicht gesehen in der ganze Sommer“. Besonders bewun­dernswert der gut erhaltene 33 m hohe Rundturm, einer von vielen auf der Insel, von einigen Fach­leuten als Fluchtburgen und von anderen als Glockentürme ge­deutet. Telefonisch durch Frau Daufeldt vorgewarnt, kann man uns im Days Hotel in Waterford trotz der unvorhergesehen späten Stunde noch ein sehr will­kom­menes Abendessen servieren.

A

m Freitag bringt uns unser Fahrer mit dem irischsten aller Vornamen, Pat, zunächst der Küste entlang, in die Nähe von Roscarberry zu einer Mittags­pause und der Besichtigung des prähistorischen Steinkreises von Drombeg. Auch nicht ganz ohne historisches Interesse: der Ford-Wagen Modell T auf dem Markt­platz von Balinasarty  (nördlich Clonakilty), aufgestellt zur Er­innerung der aus dieser Gegend stammenden Vorfahren des großen Henry. Aber uns fehlt die Zeit für mehr als eine Blick­wendung im Vorüberfahren.

M

it Kurswechsel nach Norden lassen wir das flache Küstenland hinter uns: bergauf und bergab, hart vorbei an beängstigenden Abgründen auf der einen und aufragenden Wänden auf der anderen Seite, durch drei aus dem gewachsenen Fels gesprengte unverkleidete einspurige Tunnel, über Flüsse, die in tausend kleinen Sturz­bächen durch chaotisches Gestein ihren Weg suchen, dann aber entlang breit geschwungener Täler gesprenkelt mit den hellen Punkten der weidenden Schafe und vereinzelten Gehöften. Auf den engen Straßen und in unüber­sichtlichen Kurven leistet Pat Sensationelles, was ihm immer wieder mit erleichtertem Beifall gedankt wird. Da erscheint uns Killarney fast wie der rettende Hafen.

D

rei Nächte in den Betten des Lake Hotels sind zwei volle Tage für Unternehmungen. Am ersten der beiden Besuch des nahen Muckross House, einem Herrenhaus relativ jungen Alters, das sich für den Chronisten gegen andere ähnlicher Art nur durch zwei Besonderheiten unter­scheidet. Der damalige Besitzer hatte sechs Jahre Zeit, das Haus auf den Besuch von Queen Victoria vorzubereiten, der dann ganze zwei Tage dauerte. Und der derzeitige Besitzer, wohnhaft in Monte Carlo, besucht Muckross House regelmäßig einmal im Jahr – um im Hotel zu wohnen.

A

m Nachmittag Fahrt nach Dingle, einem Ort an der Nordküste der gleichnamigen Bucht, der genauso ist, wie sein Name erwarten lässt: klein und freundlich – aber heute über­quellend von Touristen, die weniger zum Beobachten der Delfine als aus Anlass eines Marthonlaufs angereist sind. Nur mit Mühe finden wir ein ruhiges Restaurant und preisen unser Glück, als andere von dem über­forderten Personal in überfüllten Häusern berichten. Aber im Verlauf eines ruhigen Abends in der gepflegten Atmosphäre des Lake Hotels ist auch für unsere Pechvögel die Welt bald wieder in Ordnung.

D

en nächsten Tag, den Tag des Herrn, begehen 0,67 Prozent unserer Reisegruppe mit der 10 Uhr-Messe in der Kirche der Franziskaner. Statt der mit Spannung erwarteten Predigt wird ein Hirtenbrief mit Werbung für das Diakonamt verlesen. Und auf den Gesang in dem gut besuchten Gotteshaus haben sie sich vergeblich gefreut.

A

ber eine lange Fahrt bringt fast alle dreißig Teilnehmer der Gruppe über Limerick zu dem mit Recht viel gerühmten und durch befestigte Wege für den einträglichen Tourismus erschlos­senen Klippen von Moher. 200 m hoch im Seewind am Rande der schroffen Felswand stehend hatten wir einen weiten Blick, der bei klarer Sicht bis zu den Aran Inseln reichen soll.

D

ann wieder zurück in Richtung Limerick. Bei einbrechender Dunkelheit Ein­treffen in Bunratty Castle und Eintauchen in ein mittelalterliches Ambiente mit Harfenklängen, Bardengesang, Suppe aus dem Napf zu schlürfen und Haupt­gericht mit Rippchen und nichts als einem scharfen Messer als Be­steck, mit routinierter Bedienung in zeitgerechter Gewandung und der überzeugenden Darstellung eines fürstlichen Gastgebers, der mit raumfüllendem Tenor ganz ohne Elektronik einige hundert Gäste zu hingerissenen Zuhörern macht.

A

m Montag ist Dublin das Etappenziel, nur zu schaffen durch die Autobahn, die es hier auch gibt. Aber vorher ist es „a long way to Tipperary“ und noch an Tipperary vorbei nach Cashel mit dem Hügel gleichen Namens, hier „Rock“ genannt, und den immer noch imponierenden Über­resten der Burg der Könige von Munster und einer einst hoch­ragenden Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert. Selbst mit Benut­zung der Autobahn erreichen wir Dublin und das Clarion Hotel erst gegen 20 Uhr. Hier schlägt für den immer hilfsbereiten Pat die Abschiedsstunde, aber der ihm gewidmete Limerick lässt Nostal­gie gar nicht erst aufkommen.

D

ie meisten von uns sind zum ersten Mal in Dublin. Bei der Stadtrundfahrt am Dienstag nehmen sie die Hinweise der deutsch-irischen Führerin begierig auf. Das Trinity College mit dem Book of Kelts und anderen biblio­historischen Schätzen ist ein Hö­hepunkt der Reise und das Writers’ Museum eine Offenba­rung für die Verehrer von O. Wilde, W. B. Yeats, J. Joyce oder G.B. Shaw. Die Sehenswürdig­keiten der Stadt, ihre Kultur­geschichte und ihr eigenes, eben doch nicht englisches Fluidum lassen den Wunsch keimen, einmal mehr Zeit für sie zu haben als die auch am Mittwoch noch verbleibenden Stunden bis zum Abflug am späten Nachmittag.

I

m Bus von Düsseldorf nach Bonn blieb es auch der nimmermüden Frau Daufeldt nicht erspart, sich eine ihr gewidmete Limerick-Imitation anhören zu müssen. Aber sie tat es „like the good sport she is“ und versicherte glaubhaft, die Reise ebenso genossen zu haben wie wir alle.

J.D.

 

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